Kesselhaus. 2014.

Innerer Monolog II.

„So viele Geschichten, so viel im Kopf…“ – Gedanken kreisen, konzentrier Dich wieder, lenk Dich ab.

OK. Jetzt bin ich wieder im Tagesthema, sehr gut. Neutral nüchtern und langweilig kühlend im Hirn.
„Rufst du noch Herrn Mayer zurück“ hilft mein Kollege, mich nüchtern zu halten. „Hatte ich beinahe vergessen,
danke Dir“ höre ich mich sagen, starre wieder in den Screen, stelle den Telefonhörer, der sich noch in meiner Hand befindet zurück auf den Schreibtisch.

Starre weiter, die Augen schleichen mir unbewusst abermals weg vom gewollten Sehen. Hin zu mir eben Wichtigerem.
Schon schiebt sich die Aufregung, der gerade erlebte Blick ins Bewusstsein zurück. Da ist nix mit nüchtern.

Die Gänsehaut, die sich leicht über den Arm zieht, oder doch eher meine Schenkel zusammenpressen lässt.
Warm, wärmer, nun meine Beine übereinander gefaltet. Versuch gescheitert, bringt nix: Kribbeln immer noch da. Na gut.
Konzentrier dich auf was anderes. Klappt nicht. Meine Hand ist ohne mein zutun genau da, wo es mir spannend wird.

Die geile Sau will nicht aus meinen Kopf raus. Dann lass ich die Hand da. Und bleibt wie die Vorfreude, in mir. Mit Dir.